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Jamg?n Kongtrül Lodr? Thaye

aus Wikipedia, der freien Enzyklop?die

Tibetische Bezeichnung
Wylie-Transliteration:
Kong-sprul Yon-tan rGya-mtsho
Andere Schreibweisen:
Kongtrül Y?nten Gyatsho
Chinesische Bezeichnung
Vereinfacht:
工珠?云登加措
Pinyin:
Gongzhu Yundeng Jiacuo

Jamg?n Kongtrül Lodr? Thaye (tib.: 'jam mgon kong sprul blo gros mtha' yas; geb. 1813 in Dêgê, Kham; gest. 1899) war mit Jamyang Khyentse Wangpo und Choggyur Lingpa Gründer der Rime-Bewegung des tibetischen Buddhismus. Er war einer der bedeutendsten Enzyklop?disten Tibets. Er war der 1. Jamg?n Kongtrül.

Geburt und Kindheit

Jamg?n Kongtrül Lodr? Thaye, nachfolgend Kongtrül genannt, wurde am 2. Dezember 1813 in dem zum K?nigreich Dêgê geh?renden, unterhalb des heiligen Ortes Pema Lhatse (tib.: padma lha rtse) gelegenen Tal Ronggyab (tib.: rong rgyab) geboren. Er wuchs in dem ansonsten kinderlosen Haushalt des B?n-Priesters S?nam Phel (tib.: bsod nams 'phel) und dessen Ehefrau Trashi Tsho (tib.: bkra shis 'tsho) auf. Trashi Tsho war seine leibliche Mutter.

Sein leiblicher Vater war der B?n-Lehrer Khyungpo Lama Yungdrung Tendzin (tib.: khyung po bla ma g.yung drung btsan 'dzin), zu dem der Knabe bis zu seinem frühen Tod im Jahre 1819 ein inniges Verh?ltnis hatte.

Ab dem 5. Lebensjahr unterrichtete ihn sein Ziehvater S?nam Phel im Lesen und Schreiben. Die mit k?rperlichen Züchtigungen verbundenen strengen Erziehungsmethoden des Ziehvaters versetzten das Kind früh in schwere geistige N?te. Vom Ziehvater wurde Kongtrül auch in die B?n-Lehren und deren Ritualwesen eingeführt.

Nach dem Thronverzicht des Dege-K?nigs Tshewang Dorje Rigdzin (tib.: tshe dbang rdo rje rig 'dzin) im Jahre 1826 kam es in Dege zu einem Wechsel in der Beamtenschaft. Die neu ernannten Beamten unterdrückten die Nomaden ihres Machtbereiches durch überh?hte Steuerforderungen und Gewalttaten. In den daraus resultierenden Unruhen wurden alle Familien von Ronggyab enteignet. Kongtrüls Ziehvater wurde eingekerkert. Die mittellose Mutter forderte den Knaben auf, in ein Kloster einzutreten.

Kongtrül befolgte diese Anweisung nicht und reiste zum Ch?de Phodrang, wo sein Ziehvater eingekerkert war. Offenbar wollte er sich dort um seinen inhaftierten Ziehvater kümmern. Kongtrül arbeitete zun?chst als Sekret?r des Gouverneurs Khangsar Tshephel (tib.: khang gsar tshe 'phel).

Eintritt in das Kloster Shechen und erste Studien

Der Gouverneur Tshephel erkannte früh die au?erordentlichen geistigen Begabungen des Knaben und schickte ihn, nach dem Tod des Ziehvaters, im Jahre 1828 zur Ausbildung in das 1735 gegründete, zur Nyingma-Schule geh?rende Kloster Shechen. Hier legte Kongtrül das erste M?nchsgelübde ab und begann sein Studium mit dem Erlernen der Sinotibetischen Divinationenskalkulationen.

Hieran schlossen sich Studien zur tibetischen Grammatik, Poetik und das Erlernen der Sanskrit-Sprache an. Sein Sanskrit-Studium war so erfolgreich, dass er in Shechen eine Beispielsammlung zur Sanskritgrammatik verfasste, die sp?ter auch gedruckt wurde. Zum Studium in Shechen geh?rte ab 1830 auch die Einführung in verschiedene Meditationspraktiken der Nyingma-Schule. 1832 legte Kongtrül in Shechen das zweite M?nchsgelübde ab.

übersiedlung nach Pelpung Thubten Ch?khor Ling

Im Frühjahr 1833 verlie? Kongtrül auf Gehei? des Gouverneurs Tshephel das Kloster Shechen und siedelte zum Kagyü-Kloster Pelpung Thubten Ch?khor Ling über, wo er dem Gouverneur bei der Errichtung von neuen M?nchsunterkünften behilflich sein sollte.

In Pelpung setzte Kongtrül sein Studium mit einer Einführung in die tibetische Astronomie fort. Nach der Errichtung der M?nchsunterkünfte reiste der Gouverneur wieder ab. Kongtrül aber wurde angewiesen, nun dauerhaft in Pelpung zu bleiben und das zweite M?nchsgelübte erneut, nunmehr in der Tradition der Kagyü-Schule, abzulegen. Dies wurde am 17. November 1833 trotz der Einw?nde Kongtrüls in Anwesenheit des 9. Tai Situ Pema Nyinche Wangpo (tib.: padma nyin byed dbang po) vollzogen.

Kongtrüls überragende geistige F?higkeiten hatten offenbar die Würdentr?ger des Klosters Pelpung und den 9. Tai Situ stark beeindruckt. Noch im Jahre 1833 wurde er vom 9. Tai Situ als Reinkarnation des Kongpo Bamteng Trülku (tib.: kong po bam steng sprul sku) anerkannt. Die folgenden Jahre verbrachte Kongtrül damit, sich in die geistigen Meditationsübungen der Kagyü-Schule zu versenken.

Berufung zum Sanskrit Lehrer des Karmapa Thegchog Dorje

Im Jahre 1836 bereiste der 14. Karmapa Thegchog Dorje (tib.: theg mchog rdo rje) (1798–1868) die Karmapa-Kl?ster in Kham, wobei ihm von den au?erordentlichen Sanskrit-Kenntnissen des Kongtrül berichtet wurde. Dem anschlie?enden Ruf, als Sanskrit-Lehrer des Karmapa t?tig zu sein, musste Kongtrül Folge leisten und seine Meditationsübungen unterbrechen. In den folgenden Jahren (bis 1838) begleitete Kongtrül den Karmapa als dessen Lehrer. 1839 kehrte er nach Pelpung zurück.

Lehrt?tigkeit in Pelpung und übersiedlung ins Bergkloster

Nach seiner Rückkehr nach Pelpung setzte Kongtrül für einige Monate seine unterbrochenen intensiven meditativen übungen fort. Dann erreichte ihn der Auftrag des Tai Situ, in Pelpung als Lehrer t?tig zu sein. Die folgenden drei Jahre unterrichtete Kongtrül Sanskrit, Metrik, tibetische Grammatik, Poetik und tibetische Astronomie. Daneben brachte er vielen jungen M?nchen das Lesen und Schreiben bei.

Im Jahre 1840 und im darauffolgenden Jahr kam es zu ersten Begegnungen mit dem damals nur 20 Jahre alten Jamyang Khyentse Wangpo (1820–1892), der nach Pelpung kam, um bei Kongtrül Sanskrit zu studieren. Dies war der Anfang einer Zusammenarbeit zwischen den beiden gr??ten buddhistischen Gelehrten Osttibets des 19. Jahrhunderts, die die Entwicklung des tibetischen Buddhismus in Osttibet nachhaltig ver?ndern sollte.

Anfang Februar 1842 erkrankte der Gouverneur Tsephel, Kongtrüls langj?hriger G?nner, schwer und verstarb einen Monat sp?ter. Kurz danach, am 11. April 1842 wurde Kongtrül von einer ernsthaften Erkrankung betroffen, so dass er glaubte, dem Tod nahe zu sein. In dieser Situation beschloss er, seine Lehrt?tigkeit einzustellen und sich für drei Jahre in eine verlassene und verfallene, einsame Bergeinsiedelei (tib.: yang khrod) oberhalb von Pelpung zur Meditation zurückzuziehen. Der nun folgende Aufenthalt in der Bergeinsiedelei Künsang Dechen ?sel Ling (tib.: kun bzang bde chen 'od gsal gling), wo er inmitten von Ruinen in einer provisorisch errichteten Hütte lebte und meditierte, wurde nur von wenigen kurzen Besuchen in Pelpung und in dem oberhalb von Pelpung gelegenen Bergkloster Lingt? (tib.: gling stod) unterbrochen. Bei einem dieser Kurzaufenthalte im Jahre 1842 ereignete sich ein gro?es Erdbeben, welches das Gebiet zwischen Horkhog (tib.: hor khog), Rudam (tib.: ru dam) und Lingtshang (tib.: gling tshang) schwer verwüstete. In Kongtrüls Heimat wurde das Haus seiner Mutter v?llig zerst?rt, so dass diese 1843 in die Bergeinsiedelei übersiedelte und dort bis zu ihrem Tod blieb.

Reise nach Gyelrong

Nach der Beendigung seiner Meditationsklausur erhielt Kongtrül von Tai Situ den Auftrag, nach Gyelrong (tib. rgyal rong) zu reisen, um dort einen Streit zwischen den M?nchen und dem obersten Geistlichen eines im K?nigreich Sogmo gelegenen Klosters zu schlichten. Die ?u?erst gef?hrliche, erfolgreich durchgeführte Reise nahm drei Jahre in Anspruch.

T?tigkeit als tantrischer Lehrmeister und Zusammenarbeit in der Rime-Bewegung

Mit der Rückkehr nach Pelpung, wo er vornehmlich in seinem einsamen Bergkloster lebte, begann wiederum eine Zeit intensiver Meditationsübungen. Gleichzeitig begann er nun, tantrische Lehren und Meditationspraktiken an andere weiterzugeben.

In den Folgejahren intensivierten sich durch wechselseitige Besuche die pers?nlichen und spirituellen Kontakte zu Jamyang Khyentse Wangpo, der sich zu einem der führenden Vertreter der Rime-Bewegung entwickelt hatte.

Diese Bewegung forderte die Angeh?rigen der verschiedenen buddhistischen Schulen Tibets dazu auf, sich nicht wechselseitig Unreinheit und mangelnde Ursprünglichkeit der jeweiligen Lehren vorzuwerfen, sondern den tibetischen Buddhismus über alle Schulgrenzen hinweg in der Gesamtheit seiner überlieferten Vielfalt zu akzeptieren und zu praktizieren. Kongtrül hatte sich schon im Jahre 1842 für die Umsetzung dieser Forderung ausgesprochen. Angeführt von Jamyang Khyentse Wangpo, Kongtrül und dem berühmten Schatzfinder Choggyur Lingpa praktizierten die Anh?nger der Rime-Bewegung des 19. Jahrhunderts intensiv den Austausch von überlieferungslinien, Kult- und Meditationspraktiken verschiedener Schulen. Dies sollte die religi?sen Aktivit?ten in Osttibet in der 2. H?lfte des 19. Jahrhunderts nachhaltig pr?gen.

Im Winter 1853/54 erkrankte Kongtrül an einer Augenkrankheit, die ihn viele Jahre lang peinigen sollte. Gleichwohl begann er im Sommer 1854 mit einer Zusammenstellung von etwa 13 Tantra-Zyklen der Kagyü-Schule, die er zu einer Werksammlung zusammenfasste. Diese von Kongtrül edierte Textsammlung wurde als Kagyü Ngadz? (tib.: bka' brgyud sngags mdzod)"Schatzsammlung der Tantras der Kagyü-Schule" bekannt.

Schon in seiner Jugendzeit hatte Kongtrül zu verschiedenen kleinen Terma-Texten der Nyingma-Schule Worttraditionen (tib. lung) und Weihen (tib.: dbang) etc. erhalten. Dabei war ihm klar geworden, dass die Kultweitergabe dieser nicht in den gro?en Terma-Zyklen überlieferten Werke ?u?erst bedroht war. Gegen Ende des Jahres 1855 überlegte er, ob es nicht sinnvoll sei, diese kleineren Terma-Texte mit noch bestehender kontinuierlicher Kulttradition in einer Werksammlung zusammenzufassen. Als er diese überlegung Jamyang Khyentse Wangpo vortrug, stimmte dieser sofort zu und erkl?rte sich bereit, eine Sammlung von vier B?nden solcher Terma-Texte beizusteuern. Kongtrül lie? zun?chst in seinem Bergkloster von drei Schreibern das ihm zug?ngliche Textmaterial zusammenzustellen. Das Ergebnis waren eine in zehn B?nde zusammengefasste Textsammlung, die Kongtrül eigenh?ndig korrigierte und der er den Titel Terthreng (tib.: gter phreng) ?Kette von Schatztexten“ gab. Dies war die Keimzelle der viele Jahre sp?ter fertiggestellten, gro?en und berühmten Werksammlung Rinchen Terdz? (tib.: rin chen gter mdzod; ?Schatzsammlung der kostbaren, wiedergefundenen Texte“). Diese Sammlung umfasste in der Druckausgabe des Klosters Pelpung 60 oder 61 B?nde.

1857 kam es zu einer ersten Begegnung mit dem gro?en Entdecker verborgener Texte (Tert?n) der Nyingma-Schule Choggyur Lingpa. In den ersten Monaten des gleichen Jahres nahmen Kongtrül und Jamyang Khyentse Wangpo an einer Zeremonie der Auffindung von Schatztexten durch Choggyur Lingpa teil. Die Zeremonie des Auffindens des Schatzplatzes und der Er?ffnung des Schatzes nahm mehr als eine Woche in Anspruch. Danach kehrte Kongtrül nach Pelpung zurück. Er war v?llig davon überzeugt worden, dass die Praxis der Auffindung von Terma-Texten und heiligen Gegenst?nden glaubwürdig waren.

Reise nach Zentraltibet

Am 13. Juni 1853 starb der 9. Tai Situ im Kloster Pelpung. 1855 war in Pelpung die Nachricht eingetroffen, dass der 10. Tai Situ in Namtshokha geboren und vom 14. Karmapa anerkannt worden sei. Der zehnte Tai Situ wurde als Sohn einer Bauernfamilie geboren, die dem Kloster Trashilhünpo unterstand. Kongtrül wurde die ehrenvolle Aufgabe übertragen, den 10. Tai Situ mit seinen Eltern nach Pelpung zu geleiten. 1857 brach Kongtrül zu dieser Reise auf, wobei er von einer gro?en Delegation begleitet wurde. Kongtrül nutzte diese Reise nach Zentraltibet zum Besuch zahlreicher heiliger St?tte. Am 6. November 1858 wurde der 10. Tai Situ in Pelpung feierlich empfangen.

Ausbau der Bergeinsiedelei Künsang Dechen ?sel Ling

In den ersten fünfzehn Jahren des Aufenthaltes von Kongtrül in der Bergeinsiedelei Künsang Dechen ?sel Ling war ein Teil der zerfallenen Baulichkeiten wiederhergerichtet worden. Denn es war für Kongtrül im Laufe der Zeit unvermeidlich gewesen, R?umlichkeiten für Schreiber, Meditierende und Schüler und für sich selbst zu schaffen. Im Mai 1859 wurde mit dem Bau eines gro?en Tempels begonnen. Die Finanzierung des Baus hatte das Kloster Pelpung übernommen. Da die Finanzierung der Nebengeb?ude und der Inneneinrichtung des Tempels von Kongtrül zu übernehmen war, reiste dieser erfolgreich zur Spendensammlung zu verschiedenen Adelsh?usern. Am Ende von Kongtrüls Leben umfasste das Bergkloster acht verschiedene Tempel und war somit gleichsam zu einem gro?en Kloster aufgewachsen.

Krieg mit Nyagrong

Im Jahre 1861 begannen die ersten gegen Dege gerichteten Einf?lle von Truppen aus Nyagrong. Das Leben in Pelpung und in Kongtrüls Bergkloster wurde zun?chst davon nicht betroffen.

1862 begann Kongtrül mit der Abfassung der Enzyklop?die Shecha Künkhyab Dz? (tib.: shes bya kun khyab mdzod) ?Schatzsammlung, die alles Wissenswerte enth?lt“. Dieses Werk erweiterte er auf den Rat von Jamyang Khyentse Wangpo hin um einen gro?en Kommentar. Die Arbeiten dazu wurden von Kongtrül am 11. Mai 1864 abgeschlossen. Kongtrül hatte damit das umfangreichste Werk der tibetischen enzyklop?dischen Literatur geschaffen, in dem er den tibetischen Buddhismus mit allen seinen Schulen systematisch darstellte und auch die tibetischen Wissenschaften in ihrer geschichtlichen Entwicklung abhandelte.

Ab 1863 wurde Kongtrül in den Strudel der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Nyagrong hineingezogen. Die erste schlimme Nachricht, dass die Truppen von Nyagrong das Kloster Dege G?nchen (tib.: sde dge dgon chen), welches auch als Sitz der K?nigsfamilie diente, eingenommen hatten, erreichte Kongtrül zu Beginn des Jahres 1863. Wenig sp?ter wurden die K?nigin von Dege und ihre beiden S?hne von den Truppen aus Nyagrong gefangen genommen. Zudem rückte nun von Westen eine zentraltibetische Streitmacht unter dem Minister Phulungba heran. Kongtrül schlug sich auf die Seite der zentraltibetischen Armee, die er mit Ritualen und Vorhersagen über die Richtung der feindlichen Angriffe unterstützte. Mit der Eroberung der Festung von Nyagrong im September/Oktober 1865 wurde der Krieg für die zentraltibetischen Truppen erfolgreich beendet.

Kongtrül wurde für sein Engagement fürstlich belohnt. Seinem Bergkloster wurden ein Landgut und diverse Nomadengebiete zugesprochen. Gleichzeitig wurde das Kloster Pelpung verpflichtet, die permanente Versorgung des Bergklosters mit Nahrungsmitteln sicherzustellen.

Aktivit?ten bis zum Lebensende

Im letzten Drittel seines Lebens war Kongtrül rastlos mit der Fertigstellung seiner literarischen Sammlungen besch?ftigt. 1871 fasste er den Plan, die grundlegenden Texte der acht wichtigsten buddhistischen Schulen Tibets in einer Werksammlung zusammenzustellen und zu ver?ffentlichen. Das Ergebnis war die gro?e Werksammlung Damngag Dz? (tib.: gdams ngag mdzod) ?Schatzsammlung der Unterweisungen“, deren Fertigstellung Kongtrül noch 1893 besch?ftigte.

Besondere Aufmerksamkeit widmete Kongtrül in diesem Lebensabschnitt der Pflege des Kultes heiliger Orte. Dies umfasste folgendes: 1. Die Auffindung und Er?ffnung von heiligen St?tten mittels Entdeckung heiliger Texte und Gegenst?nde. 2. Die Errichtung von Tempeln an diesen heiligen Orten. 3. Die Durchführung von Meditationen und gro?en Opferzeremonien an diesen St?tten. 4. Die Ausrichtung von periodisch durchgeführten Wallfahrten.

überschattet wurde Kongtrüls Lebensabend durch ein Zerwürfnis mit dem Kloster Pelpung, das er in den Jahren 1873–1885, von einer Ausnahme abgesehen, nicht mehr betrat. Erst nach dem Tod des 10. Tai Situ im Jahre 1885 wurde die alte Verbindung zwischen Kongtrül und Pelpung wiederhergestellt.

Kongtrül starb am 29. Dezember des Jahres 1899 im Alter von 86 Jahren.

Werke

Die Summe seines literarischen Schaffens liegt uns mit den "Fünf Schatzsammlungen" (tib.: mdzod lnga) genannten Werken vor:

1. ?Shecha Künkhyab Dz?“ (tib.: shes bya kun khyab mdzod; ?Schatzsammlung, die alles Wissenswerte enth?lt“).

2. ?Damngag Dz?“ (tib.: gdams ngag mdzod; ?Schatzsammlung der Unterweisungen“).

3. ?Rinchen Terdz?“ (tib.: rin chen gter mdzod; ?Schatzsammlung der kostbaren, wiedergefundenen Texte“).

4. ?Kagyü Ngadz?“ (tib.: bka' brgyud sngags mdzod; ?Schatzsammlung der Tantras der Kagyü-Schule“).

5. ?Gyachen Kadz?“ (tib.: rgya chen bka' mdzod; ?Schatzsammlung der Worte“, d. s. die gesammelten eigenen Schriften Kongtrüls).

übersetzte Ausgaben

  • Jamgon Kongtrul: Der gro?e Pfad des Erwachens. Theseus Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-89620-097-6
  • Jamgon Kongtrul, Richard Barron: The Autobiography of Jamgon Kongtrul. A Gem of Many Colors. Snow Lion Publications, Ithaca 2003, ISBN 1-55939-184-7 (Tsadra Foundation Series Book)
  • Jamgon Kongtrul, Ngawang Zangpo: Enthronement. The Recognition of the Reincarnate Masters of Tibet and the Himalayas. Snow Lion Publications, Ithaca 1997, ISBN 1-55939-083-2
  • Jamgon Kongtrul: The Teacher-Student Relationship. Snow Lion Publications, Ithaca 1999, ISBN 1-55939-096-4
  • Jamgon Kongtrul: Buddhist Ethics (Treasury of Knowledge). Snow Lion Publications, Ithaca 2003, ISBN 1-55939-191-X
  • Jamgon Kongtrul: Myriad Worlds (Treasury of Knowledge). Snow Lion Publications, Ithaca 2003, ISBN 1-55939-188-X
  • Jamgon Kongtrul: Treasury of Knowledge Book 6, Systems of Buddhist Tantra. Snow Lion Publications, Ithaca 2005, ISBN 1-55939-210-X
  • Jamgon Kongtrul: Cloudless Sky: The Mahamudra Path of the Tibetan Buddhist Kagyu School. Shambhala Publications, Boston 2001, ISBN 1-57062-604-9
  • Jamgon Kongtrul: Creation & Completion: Essential Points of Tantric Meditation. Wisdom Publications, Somerville 2002, ISBN 0-86171-312-5

Literatur

  • Dieter Schuh: Gesammelte Werke des Kong-sprul Blo-gros mtha′-yas. Steiner, Wiesbaden 1976, ISBN 3-515-02348-8 (Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland 11: Tibetische Handschriften und Blockdrucke 6).
  • Peter Schwieger: Die mTshur-pu-Ausgabe des Rin-chen gter-mdzod chen-mo, Band 1 bis 14. Steiner, Stuttgart 1990, ISBN 3-515-05011-6 (Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland 11: Tibetische Handschriften und Blockdrucke 10).
  • Peter Schwieger: (Die mTshur-pu-Ausgabe des Rin-chen gter-mdzod chen-mo, nach dem Exemplar der Orientabteilung, Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz, Hs or 778, B?nde 14 bis 34). Steiner, Stuttgart 1995, ISBN 3-515-06579-2 (Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland 11: Tibetische Handschriften und Blockdrucke 11).
  • Peter Schwieger: Die mTshur-pu-Ausgabe des Rin-chen gter-mdzod chen-mo, nach dem Exemplar der Orientabteilung, Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz, Hs. or 778, B?nde 34 bis 40. Steiner, Stuttgart 1999, ISBN 3-515-06905-4 (Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland 11: Tibetische Handschriften und Blockdrucke 12).
  • Peter Schwieger: Die mTshur-pu-Ausgabe des Rin-chen gter-mdzod chen-mo, nach dem Exemplar der Orientabteilung, Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz, Hs. or 778, B?nde 40 bis 52. Steiner, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-515-07347-9 (Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland 11: Tibetische Handschriften und Blockdrucke 13).
  • Karl-Heinz Everding: Die mTshur-phu-Ausgabe der Sammlung Rin-chen gter-mdzod chen-mo, nach dem Exemplar der Orientabteilung, Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz, Hs or 778, B?nde 52 bis 63. Steiner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-515-07348-6 (Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland 11: Tibetische Handschriften und Blockdrucke 14).
  • Ngawang Zangpo: Sacred Ground. Jamgon Kongtrul on ?Pilgrimage and Sacred Geography“. Snow Lion Publications, Ithaca NY 2001, ISBN 1-55939-164-2
  • Ringu Tulku: The Ri-Me Philosophy of Jamgon Kongtrul the Great. A Study of the Buddhist Lineages of Tibet. Shambhala Publications, Boston MA u. a. 2006, ISBN 1-59030-286-9.
Jamg?n Kongtrül Lodr? Thaye (Alternativbezeichnungen des Lemmas)
Kongtrül Y?nten Gyatsho, kong sprul yon tan rgya mtsho; 工珠?云丹嘉措, 工珠?云登加措, 蔣貢?康楚?羅卓?泰耶, Kongtrül Y?nten Gyatso, Jamg?n Kongtrul Lodr? Tayé
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Jamg?n Kongtrül Lodr? Thaye
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